Reenactment und historische Bekleidung

Wenn man nach unterschiedlichen Inspirationen für eine Bekleidung sucht, dann sollte man auf die historischen Schnittformen aufmerksam machen. Einige Elemente von Bekleidung aus dieser Zeit sind nach wie vor aktuell. Die heutige Kleidermode schöpft doch viel aus der Modegeschichte. Viel davon sieht man sowohl in den Kollektionen von bekanntesten Modedesignern als auch in der sogenannten in der sogenannten Reenactment.

Reenactment und die historische Mode

Als Reenactment, also Nachstellung oder auch Wiederaufführung, wird die Neuinszenierung von bestimmten historischer Ereignisse genannt. Diese Neuinszenierung soll auf eine möglichst authentische Weise durchgeführt werden. Das Ziel von Reenactment ist eine bessere, mehr verständliche Erkennung der Geschichte. Deshalb ist Reenactment ein wesentlicher Teil der Historiografie. Dabei kann man die Anfänger der Wiederaufführung von historischen Ereignissen bereits in der antiken Zeit finden. Die wichtigste Aufgabe bei Reenactment ist beruht auf einer möglichst authentischer Rekonstruktion des historischen Ereignisses. Dies soll aufgrund der überlieferten Quellen erfolgen. Die Authentizität der nachgestellten Realien soll auf alle Ebenen erfolgen. Bei Militär-Ereignissen wie Schlachten sind vor allem solche Aspekte wie originale oder zumindest originalgetreue Ausrüstung. Auch Kostüme spielen dabei eine bedeutende Rolle. Diese sollen möglichst nach originellen Schnittmustern nachgebildet werden.

Historische Gruppen und Vereine

Historisches Kleid um 1882

Historisches Kleid um 1882

Bei den historischen Rekonstruktionen der Ereignisse nehmen oft die sogenannten historischen Vereine und Gruppen teil. Personen, die zu solchen Genossenschaften gehören, interessieren sich vor allem für die Geschichte und Kultur der bestimmten historischen Epochen. Besonders populär sind mittelalterliche Vereine. Bemerkenswert sind auch Gruppen, die sich für Kultur und Geschichte des Barocks interessieren. Auf Treffen solcher Vereine werden auch historische Kostüme aus der jeweiligen Epoche getragen. Solche Kostüme werden am meisten durch die Vereinsmitglieder gefertigt oder in einem spezialisierten Betrieb bestellt. Im ersten Fall soll man entsprechende manuelle Fähigkeiten besitzen. Die Stick- und Nahtechnik ist nämlich nicht so einfach. Um die detailgetreue Ausführung zu behalten, müssen einige Elemente (wie Stickereien, Rüschen oder Spitzen) händisch eingearbeitet werden. Das Wissen rund um die Mode aus der jeweiligen Epoche ist auch dabei wichtig. Aus diesem Grund werden die historischen Kleidungen oft bei spezialisierten Kostümateliers bestellt.

Kostümwerkstatt Historische Schneidere

Historisches Korsett aus 19. Jh.

Historisches Korsett aus 19. Jh.

Ein Beispiel von solch einem Kostümatelier kann die Historische Schneiderei von Anna Moryto dienen. Der Betrieb befindet sich zwar in Polen, aber fertigt auch historische Kostüme für Kunden aus ganz Europa. Anna Moryto beschäftigt sich mit der Kostümfertigung seit mehreren Jahren. Alle Kleidungen werden nach Maß gefertigt. Deswegen sind die Vorbereitungsphase und das Maßnehmen sehr wichtig. Die Erstellung eines jedes einzelnen Kostüms wird durch genaue historische Untersuchungen eingeleitet. Bei Erstellung des Kostüms werden die für die Epoche, aus der das Kostüm stammt, charakteristischen Schnittmustern verwendet. Als Schnittmuster dienen dabei historische Bilder und Skizzen, Beschreibungen aus historischen Texten sowie historische Modezeitschriften. Die gefertigten Kostüme werden dann per Post verschickt. Beispiele für Kostüme, die durch das Kostümatelier von Anna Moryto gefertigt wurden, kann man unter www.historischeschneiderei.de/alle/ ansehen.

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